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Italien 2017 – Tag 5+6

Ende Oktober starteten wir zu einer Reise nach Italien an den Gardasee. Aus diversen Berichten wussten wir, dass es dort um diese Jahreszeit nicht mehr so voll sein soll und man trotzdem noch einiges sehen kann. Hier die Links zu den einzelnen Tagen, falls sie schon veröffentlicht sind:

Tag 1+2: Moniga, Padenghe, Desenzano, Sonnenuntergang
Tag 3+4: Westküste, Riva, Limone, Salo, Brescia, Iseo-See
Tag 5+6: Padenghe Castello, Lonato Castello, Peschiera, Verona, Lazise
Tag 7+8: Milano, Idro-See
Tag 9+10: Desenzano bei Regen, Maderno, Gargnano
Tag 11+12: Riva, Arco, Tenno, Monte Baldo, Ostufer
Tag 13-15: Sirmione, Brescia, Mantova, Rückreise

Tag 5+6 Padenghe Castello, Lonato Castello, Peschiera, Verona, Lazise

Mittwoch, auf Burgen-Tour

Wir waren schon am Dienstag einmal kurz in Lonato, konnten da aber nicht parken, weil der Leihwagen keine Parkscheibe hatte.
Also machten wir uns erstmal auf den Weg eine Parkscheibe zu organisieren. Das klingt erstmal einfach, aber in einem fremden Land nicht so. Erstmal überlegt, wo kann man so etwas wohl kaufen? In Deutschland sicher an der Tankstelle. Und wie macht man den Leuten da klar, dass man eine Parkscheibe haben möchte wenn man kein italienisch spricht? Erstmal ein Foto davon aufs Handy und dann immer schön zeigen.
Die Tankstellen, die wir angefahren haben, sind aber nicht halbe Supermärkte wie in Deutschland. Da gab es einen kleinen Raum damit die jeweiligen Tankwarte oder Besitzer nicht nass werden und ggf. etwas Öl oder Glühbirnen von einem klapprigen Regal verkaufen können.
Mit dem Foto auf dem Handy konnten wir auch schnell zeigen, was wir wollten, jedoch konnte uns der erste Tankwart nicht helfen. Kein Problem, in dem Ort gibt es noch eine Tankstelle. Dort saß ein älteres Pärchen, wahrscheinlich die Besitzer. Er verneinte relativ schnell so etwas zu haben, doch die Dame gab mir zu verstehen, kurz zu warten. Sie wühlte dann in einer Schublade und brachte ein gefühlt 20 Jahre altes Werbegeschenk einer Versicherung zu Tage mit einer Parkscheibe an der Seite. Das fand sie aber nicht gut so. Also suchte sie weiter, fand eine Schere und trennte die Parkscheibe sorgfältig heraus und überreichte sie mir. Bezahlung wollte sie dafür auch nicht. Alle waren sehr fruendlich und hatten ihren Spaß. Wir waren also für weitere Parkabenteuer ausgerüstet.
Die weiteren Pläne für diesen Tag waren, die kleinen Castellos in den umliegenden Orten anzusehen. Zunächst ging es nach Padenghe, wo das Castello tatsächlich nicht nur eine Burg auf einem Berg ist, sondern auch ein kleines Bed and Breakfast beinhaltet. Es hat aber niemanden gestört, dass wir uns die alten Mauern angesehen haben. Von dort hatte man auch eine tolle Aussicht über den Ort und auf den Gardasee.
Als nächstes fuhren wir weiter nach Lonato. Dort gibt es vor der Burg ein kleines Museum über römische Geschichte, aber das hatte zu. Über Mittag (12:00-14:30) hat in Italien sehr viel zu. Die eigentliche Burg ist sehr groß und zumindest von außen ständig zu besichtigen. Da an diesem Tag ein Feiertag war, sahen wir auch eine Großfamilie beim Picknick im Park des Schlosses.
Nachdem wir uns die Burg in aller ausführlichkeit angesehen hatten, war es noch nicht so spät und wir fuhren weiter nach Peschiera, den Ort kannten wir noch nicht.
Peschiera gehört gefühlt schon zum Ostufer und ist daher sehr auf Massentourismus ausgelegt. Es war auch an diesem Tag sehr überlaufen. An Sehenswürdigkeiten bietet der Ort einen kleinen Hafen, große Befästigungsanlagen und Militärgebäude, jedoch vergleichsweise moderne (vielleicht 19. Jahrhundert?), keine mittelalterlichen.
Am Abend haben wir noch in Moniga am Hafen einen Kaffee getrunken und den Sonnenuntergang genossen (und fotografiert).

Donnerstag, Verona

Am Donnerstag sind wir früh aufgestanden und nach Verona gefahren. Das erste, was mich da begeistert hat, war das Parkhaus. Super modern. An jeder Kreuzung ein Schild, wie viele freie Plätze in der Reihe noch sind und die freien Plätze waren über den einzelnen Stellplätzen mit kleinen Ampeln gekennzeichnet. Somit konnte man ganz schnell einen Platz finden ohne lange suchen zu müssen.
Von dort sind wir dann zu Fuß in die Innenstadt gelaufen, vorbei an der Arena (Die Schlange davor war so lang dass wir uns die Arena nicht von innen angesehen haben) und durch die Fußgängerzonen. Viele schöne kleine Gassen, aber auch viele Geschäfte und Menschen. Obwohl es mitten in der Woche war.
Nach einer Pause in einem kleinen Bistro haben wir uns das Teatro Romano angesehen. Dort gibt es die Ruinen eines alten Theaters, eine Kirche, die später mit auf das Gelände gebaut wurde und ein wirklich tolles und großes Museum in dem ehemaligen Kloster, das zu der Kirche gehörte. Das Museum war so aufgebaut, dass man mit einem Aufzug in das oberste Stockwerk fuhr und dann von dort über Treppen innen und außen wieder runter bis zum Theater kam. Von ganz oben hatte man einen tollen Überblick über Verona. Da sahen wir erstmal, was wir schon alles an Strecke gemach hatten an dem Tag.
Nach dem Theater hatten wir keine Lust mehr, länger in Verona zu bleiben und sind nach Lazise gefahren, das war der nächste Ort am See von da aus. Hier gab es eine schöne historische Innenstadt und natürlich einen Hafen. Auf dem See stand der Nebel, so dass man die andere Seite nicht sehen konnte und die ganz Szene war so in eine unheimliche Stimmung getaucht. Noch dazu kam aus dem Nebel gerade eine Fähre angefahren als wir da waren.

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